Artikel von 1985

   
 


 

 

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Schlagzeile im Oktober 1985

Der Schwarzwald-Virus geht um

Seit dem Beginn der Dreharbeiten ist die Ruhe im Glottertal vorbei. Busse voll "kranker" Fans pilgern zur Kurklinik hinauf. Die 31 Parkplätze an der Zufahrt zur Klinik sind meistens voll. Die Fans kommen aus Frankfurt, Tauberbischofsheim, Ulm und vom Bodensee, um sich vor Ort umzuschauen. Und immer wieder die Frage der Fans: "Wo sind Professor Brinkmann und Schwester Christa?"
In den Nachbarorten werden Baugrundstücke und Ferienwohnungen als "in der Nähe der Schwarzwaldklinik" angepriesen. Laut Aussage des Bürgermeisters August Strecker soll die Klinikzufahrt verbessert werden. Die Gemeinde hängt spontan Hinweisschilder auf, da das echte holzgeschnitzte Schild der "Kurklinik Glottertal" übersehen wird. Vier mal mehr Anfragen von Privatkunden und Busunternehmen gehen beim Verkehrsamt ein. Die Cafès jubeln: 50 % mehr Umsatz als sonst. Seit Popularität der Serie gehen immer mehr Briefe in der Kurklinik Glottertal an einen Professor Brinkmann ein.


Schlagzeile im August

Nach dem Unfall: Distanzierte Freundschaft

Zwar muss "Schwarzwaldklinik"-Regisseur Hans-Jürgen Tögel noch im Rollstuhl sitzen, aber die Dreharbeiten gehen endlich weiter. Löwe Ken, der für die Unterbrechung verantwortlich war, ist auch wieder mit von der Partie. Doch das Verhältnis zwischen Regisseur und "Darsteller" ist distanziert, getrennt durch ein sicheres Drahtgitter. Wer allerdings Ken bei den Aufnahmen sah, konnte sich gar nicht vorstellen. dass er vor einigen Wochen Hans-Jürgen Tögel angegriffen hat. Er wirkte vielmehr wie eine verspielte Schmusekatze


Schlagzeilen im Oktober

Warnung vor den falschen Medikamenten

Der erfolgreichste Drehbuch-Schreiber Herbert Lichtenfeld musste für die ZDF-Super-Serie Arzneimarken-Namen erfinden. Er hat es mit Lust und Laune getan, sich dabei aber eng an medizinische Vorbilder gelehnt, so dass es immer klingt, als wäre es echt! "Ich durfte ja nun wirklich echte Präparate nennen. Jedes konkurrierende Pharma-Unternehmen hätte wegen Schleichwerbung protestiert." Mit seinen "Lichtenfeld-Pillen" hat er schon die Schauspieler der "Schwarzwaldklinik" ins Bockshorn gejagt. Er sagt: "Als eine entsprechende Szene gedreht wurde, waren einige unserer Stars sicher, dass sie das Medikament schon mal genommen hätten." Von wegen! "Sie haben sich alle von dem wohlklingenden Namen und ihrer Erinnerung täuschen lassen." Bei der "Schwarzwaldklinik", wo es um Krankheit und Gesundheit geht, wird die Wirkung größer sein. Lichtenfeld: "So viele Kranke klammern sich an jede Hoffnung, dass es nicht wundert, wenn sie zur Apotheke laufen und sagen: 'Das muss ich auch mal ausprobieren.'" Der Autor lässt deshalb seine Präparate stets nur diskret ins Spiel kommen. "Mit der Hoffnung der Kranken", sagt er, "soll man nicht leichtfertig umgehen."

Dramtische Ereignisse bei den Dreharbeiten: 
Dahlke tot - und alles begann von vorne

Nur ein Drehtag mit wenigen Studioszenen fehlte noch. Doch der große Schauspieler Paul Dahlke war so krank und schwach, dass er nicht mehr vor die Kamera treten konnte. Er erlag am 23. November 1984 in einer Salzburger Klinik einem Krebsleiden. Für die Macher der "Schwarzwaldklinik" hieß es: Noch mal von vorn anfangen! Der Schweizer Schauspieler Sigrit Steiner sprang ein und das ganze Team der Serie reiste wieder in den Schwarzwald, um sämtliche Szenen, in denen Paul Dahlke mitgewirkt hatte, neu aufzunehmen. Da ging es um den Part des alten Patienten Alois Bischle. Ein eigensinniger Mann, der aus einem modernen Krankenhaus in die "Schwarzwaldklinik" flieht, weil er hofft, dort menschlichen Beistand zu finden.

Kielings Krankheit wurde bitterer Ernst

Das Schicksal war viel unerbittlicher als seine letzte Fernseh-Rolle. Der Landarzt, der von Wolfgang Kieling in der "Schwarzwaldklinik" gespielt wird, kränkelt zwar sehr, aber immer wieder erholt er sich vons einen Wehwehchen. Kieling selbst ging es in den letzten Monaten dramatisch schlecht: "Schwere Magen- und Darmkrebsoperationen, dann wieder kurze Phasen der Besserung. Am Ende besiegte ihn der Tod: Nach Wochen auf der Intensivstation des Hamburger Elim-Krankenhauses erlg er, erst 61 Jahre alt, seinen Leiden am Morgen des 7. Oktober. Als Kielings Tod sich anbahnte, musste Produzent Wolfgang Rademann seinen Star aus der Serie nehmen lassen. Er wurde ersetzt durch Rolf Schimpf. Mehrere erst zum Teil gedrehte Kieling-Szenen landeten im Papierkorb. Wundern Sie sich also nicht, wenn Sie in der Serie später zwei Landärzte entdecken. In einigen Folgen ist noch Wolfgang Kieling dabei, dann kommt zwei Folgen lang Rolf Schimpf, dann wieder Kieling. Das liegt an der Reihenfolge der Dreharbeiten.
 

Schlagzeilen im Dezember 

Julius Hackethal: Bei dieser Frau wäre ich auch schwach geworden

Wer hätte das gedacht! Professor Dr. Julius Hackethal, der noch vor einigen Wochen kräftig gegen die "Schwarzwaldklinik" gewettert hatte, findet plötzlich lobende Worte für den TV-Renner. Wie der kritische Mediziner dem Publikum einer Taklshow erklärte, "ist die Sache sehr gut gemacht". Er, Hackethal, könnte sich dabei bestens entspannen. Eine derart wundersame Wandlung kann nur eine bewirken. Und das ist Gaby Dohm. "Von Schwester Christa würde ich mich auch verführen lassen", gab der Professor freimütig zu. Bei dieser Frau muss ein Mann ja schwach werden!

Klausjürgen Wussow: Sein schönstes Geschenk

Weihnachten in der berühmten Schwarzwaldklinik: Vor dem festlich geschmückten Tannenbaum packte das Team um Professor Brinkmann mit strahlenden Gesichtern die hübschen Geschenke aus. Sie haben auch wirklich Grund zur Freude: In nur wenigen Wochen wurden sie die Lieblinge des Publikums. "Chef" Klausjürgen Wussow, der insgeheim nie damit gerechnet hätte, dass die Serie sein Leben verändert, sagte gerührt: "Mein schönstes Geschenk ist die Begeisterung der Fernseh-Zuschauer." Übrigens: Vielleicht werden Gaby Dohm und Klausjürgen Wussow auch bald das Traumpaar im US-Fernsehen. Die Amerikaner haben jedenfalls großes Interesse bekundet, Deutschlands erfolgreichste Serie aller Zeiten zu kaufen.

Gaby Dohm: Die Rolle in der Schwarzwaldklinik verdanke ich meiner Mutter Heli Finkenzeller

Durch die Rolle der netten, selbstbewussten Schwester Christa in der "Schwarzwaldklinik" wurde Gaby Dohm sozusagen über Nacht zum neuen Fernsehliebling. Dabei wollte die sympathische Schauspielerin die Rolle zuerst gar nicht annehmen. Gaby Dohm: "Ich hatte ernste Bedenken, ob ich nach vielen Theaterjahren wirklich den Sprung zum Fernsehen wagen wollte. Erst als meine Mutter Heli Finkenzeller mir Mut gemacht hat, habe ich den Vertrag für die Serie unterschrieben, so habe ich meine Rolle eigentlich meiner Mutter zu verdanken!"


Recherchiert und zusammengefasst von: Simone Rein

Eingestellt: Oktober 2007

Quelle: Zeitungsartikel

Alle Angaben sind nach bestem Wissen und Gewissen recherchiert!

 
 

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